„Star“(?)mania – das ist hier die Frage!

Als Gastautorin – also Frau – bin ich natürlich 24 Stunden am Tag ununterbrochen nur am Lästern, wie es das weibliche Geschlecht nun einmal zwangsweise von Natur aus tun muss. (Aufgrund des vielen Lästerns komme ich daher auch nicht dazu, regelmäßig meinen Job als Autorin dieses Superblogs wahrzunehmen… 😉 .)

Deshalb mache ich mich selbstverständlich auch hin und wieder über das Nichtkönnen der Anderen lustig – ich selbst bin nämlich perfekt 😎 !

So auch über die allzu sehr beliebten Castingshows oder vielmehr über die dort auftretenden Bewerber auf eine Zukunft in Ruhm und Popularität.

Ob „Deutschland sucht den Superstar“, „Popstars“, „Das Supertalent“ und was es sonst noch alles auf dem Markt gibt – manchmal muss Frau sich doch tatsächlich die Frage stellen, ob bei den Bewerbungsanforderungen für eine solche Castingshow nicht irgendetwas schief gelaufen ist.

Aber egal! Scheiß auf den Superstar und ein Hoch auf die schrillsten Sirenen der Nation!

Die Castingshow „Starmania – Leider Nein!“ in unserem Nachbarland Österreich verfolgt anscheinend tatsächlich das Ziel – wie der Name es schon sagt – den schlechtesten Sänger der Republik zu krönen.

Wenn das Bon Jovi wüßte! „It’s my life…*träller*“ – Nee, never! Jon hätte dann wohl lieber gesungen: „It’s my song, ‚cause you cannot sing…*träller*“.

Aber mal ehrlich diese „Nieten“, welche anscheinend noch nie in Ihrem ganzen Leben auch nur einen einzigen Freund hatten (dieser hätte unsere „Gesangsexperten“ wohl davon überzeugt, nicht am Casting teilzunehmen), suchen trotzdem immer wieder Songs aus, die irgendwo zu ihnen, ihrem äußeren Erscheinungsbild und Leben passen.

„I’ve been looking for freedom…*träller*“ – Ja, kann ich verstehen! Wer so singt, lebt permanent im Krieg…

„I’m sitting here, I’ve got nothing to do…*träller*“ – Häh? Alter – erstmal stehst Du doch gar nicht und dass Du nichts zu tun hast, liegt wohl daran, dass Du nichts kannst…

„Es ist schlimmer, schlimmer, wenn man gar nicht weiß, was es mit Dir zu leben heißt…*träller*“ – Ähm – also in diesem Fall kein weiterer Kommentar. Reicht, wenn mit diesem Lied jeden Morgen das eigene Spiegelbild besungen wird. Sollte zumindest…

Aber die Nr. „559“ (seinen Namen weiß ich leider nicht) – die hat schon was! Von diesem sexy Typen möchte ich morgens auch mal aus dem Bett gesungen werden. Funktioniert garantiert besser als jeder Wecker…

Aber hey – ist doch alles gar nicht so gemeint! Das sind unsere morgigen Superstars – die haben sich nur das falsche Lied ausgesucht. Singen können die! Und wenn nicht – Dieter Bohlen ist mittlerweile auch reich 😀 !

Was würde ich darum geben, mal in so einer Jury sitzen zu dürfen. Ich hätte den Spaß meines Lebens – wow!

Starmania – Leider Nein!

Link youtube

Ach – wie lieben wir Frauen doch das Lästern 😉 !

Eine Zuschauerin von The Big Easy, bei DSDS

Na das nenn ich mal ein Wiedersehen, der anderen Art.

Vergangenes Jahr, spielte ich mit unserem Drummer Alvaro Chevere Tarquino, in einer unplugged Variante als Duo in Kassel. Radiowerbung lief und in der Zeitung HNA, wurden wir als der Tagestipp angepriesen. Der Laden war voll und wir konnten mit unserem Unplugged-Arrangement, mit Westerngitarre, Congas, Cajón und natürlich auch Gesang, das Publikum schnell für uns gewinnen. Da gab es sogar ein Mädchen, was so richtig von unserer Musik angetan war und mehr als alle anderen zu unserer Musik tanzte. Später kamen wir sogar in’s Gespräch, wobei sie mit uns spanisch sprach und auch erzählte, dass sie auch ein bischen singt. Dabei bot Alvaro ihr sogar mal an, eine Session zu machen um den Gesang mal antesten zu können.

Beim Durchschauen der DSDS-Videos in YouTube, sehe ich doch eben dieses Mädchen, Carolin Schick, wieder. Bei den Sprüchen von Dieter Bohlen wünschte ich mir, dass es im Vorfeld doch mal zu einer Gesangssession gekommen wären, dann hätten wir ihr sicherlich auf eine schonenderer Art und Weiße mitgeteilt, dass der Gesang nicht ausreichend ist und sie hätte sich eine derartige Behandlung und Vorführung, erspart.


Link: youtube

Was ich an DSDS wirklich mag

Also Schadenfreude ist es nun wirklich nicht, aber es ist doch eine gewisse Art der Unterhaltung mit großem, wenn auch unfreiwilligem, komediantischem Ausdruck.

Gesang ist hier nur zweitrangig das Thema. Tatsächlich steht an erster Stelle, das Thema Selbstüberschätzung. Wobei es dann doch auch diese anderen Momente gibt…

Mr. Uncool alias Mr. Depp

Der Wiederholungstäter

Die fleischgewordene Selbstüberschätzung

Und dann gibt es dieses überaus positive Beispiel, wo die Jury nicht auf das Aussehen achtet, sondern insbesondere auf die Stimme und dies bei einem Stück, welches gar nicht so leicht zu interpretieren ist. Soviel stimmliche Objektivität, hätte ich einem Dieter Bohlen, ehrlich gesagt, nicht zugetraut.

Carmen Leib mit Zombie von den Cranberries