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Traditionelle Hochzeit mit Haka-Tanz in Neuseeland

Der ritueller Tanz der Māori auf Neuseeland ist vielen als Kriegstanz bekannt, aber diese Tradition kommt auch bei Hochzeiten zum tragen. Zumindest wenn die Braut auch eine Einheimische ist. Dann kann sogar dieser für uns Europäer befremdliche und Angst einflößende Tanz, die Braut zu Tränen rühren 🙂
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Wenn der Trauzeuge die Braut ins Wasser befördert

Es gibt so manch peinliche Situationen. Peinlich wird es vor allem dann, wenn es an dem einen so wichtigen Tag passiert, wie zur Hochzeit passiert. Nun gibt es da sicherlich so eine ganz lange Liste von Peinlichkeiten, die bei Hochzeiten geschehen können, wie zum Beispiel das verschludern der Hochzeitsringe, aber man kann ja bekanntlich alles noch irgendwie toppen.
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Hochzeitsband so billig wie möglich

Es ist doch teilweise erschreckend, was da Leute für Preisvorstellungen für Musiker entwickeln.

Da wird dann gerne mal eine Band gesucht, die musikalisch am besten so alles drauf hat, damit aber auch jeder tanzen kann und zwar mit Niveau, den Entertainer macht, die Leute animiert und auch dass ein oder andere Spiel einbringt. Das sollte dann natürlich über den kompletten Abend hinweg gehen. Für diese Kleinigkeit ist man auch bereit, eine entsprechende Summe zu bezahlen, von so ca. 100,- Euro bis 200,- Euro.

Ja was soll den dieser Unsinn? Kauft man sich auch das Brautkleid bei H&M für 79,95 Euro und zieht sich den Trauring für einen Groschen aus dem Kaugummieautomat? Wie kommt man auf derlei unsinnige Preise?

Abgesehen davon, dass ich mit meiner Band, außer im musikalischem Sinne, nicht den Animateur mache und wir auch nicht alles spielen, wir sind ja keine MIDI-Schupser sondern ernsthafte Musiker und sorgen für die gute Musik für die man uns bucht, liegt der oben genannte Preis, weit außerhalb dessen, was eine vernünftige und gute Hochzeitsband verlangt.

Wenn diese Leute von einer entsprechend klein dimensionierten Band ausgehen, könnte der genannte Preis gut mit dem jeweiligen Stundenlohn der Band hinkommen. Aber ob dann auch die weiteren Kosten, wie An- und Abfahrt, Auf- und Abbau, Catering, PA, Übernachtung usw. drin enthalten sind?

Was haben diese Leute nur für Vorstellungen, wie so etwas funktionieren soll?

Die Musiker werden nicht einfach so vor Ort gebeamt, sondern müssen teilweise nicht unerhebiche Anfahrten machen. Gleiches gilt für die Instrumente und die Technik. Die Fahrzeuge müssen beladen, gefahren und anschließend entladen werden. Dann muß das ganze noch komplett aufgebaut werden. Also bevor die Musiker auch nur einen Ton rausbringen, haben sie i.d.R. nicht nur viel Zeit, sondern auch ordentlich Arbeit investiert. Und diese Art der Arbeit wiederholt sich dann erneut, wenn sie den letzten Ton gespielt haben. Und das macht man sicher nicht umsonst und an der Freude der Arbeit.

Dann sind Musiker nicht Leute die mal mit Talent auf die Erde geworfen wurden und jetzt einfach so ein Instrument spielen und singen können und dann auch noch all jene Lieder die man sich so wünscht. So etwas setzt eine jahrelange und nicht selten auch eine äußerst teure Schulung voraus. Und wie der Handwerker, der sein Handwerk gelernt hat, hat auch der Musiker sein Handwerk gelernt und verlangt aus gutem Grund eine ordentliche Gage.

Das erinnert mich ja irgendwie an die Geschichte, als da jemand mit mir über den Preis meiner Gitarrenstunde feilschen wollte, dann aber doch ein zufriedener Schüler von mir geworden ist.

Jeder bekommt i.d.R. den Gegenwert, den er auch bereit ist zu zahlen. Wer jedoch an einem solchen, einmaligen Tag wie dem Hochzeitstag meint komplett geizen zu müssen, dem kann man nur viel Glück wünschen. Denn so ein Tag zehrt von den Erinnerungen dieses einen Tages und wird von jenen Geprägt, die dort teilhaben und mitwirken. Das sind neben den Gästen, auch die Lokalität, Service wie Essen, Fotograf und die Musik.

Daher: Billig ist nicht gleichzusetzen mit Preis-wert!

Der Gast

Was macht einen Gast aus?

Ein Gast hat das Recht der gastlichen Behandlung und das man auf seine Wünsche eingeht. Jedoch ist dies nicht einseitig, denn auch der Gast ist an die Regeln der Gastumgebung und gegenüber dem Gastgebers gebunden und sollte diese respektieren.

So sieht man es immer wieder, dass Touristen sich im Urlaubsland nicht an die dortigen kulturellen Gegebenheiten halten und sich wie die Axt im Walde aufführen. Nicht selten, sind es aber eben diese Menschen, die von hiesigen Ausländern (früher auch korrekt Gastarbeiter genannt), sie sollen sich hier doch hier gefälligst anpassen und hiesige Regeln befolgen.

Es gibt also nicht selten Menschen, die egal in welcher Rolle sie sind, ob Gastgeber oder Gast, immer alle Rechte für sich beanspruchen und den anderen die Pflichten aufbürden wollen.

Bin ich als Gast zum Essen eingeladen, ist es üblich, dass der Gastgeber die Kosten für das Mahl übernimmt und mich dabei bekocht oder kochen lässt. Sich dabei abfällig über das dargebotene Essen auszulassen gehört sich jedoch nicht. Ebenso es ist unanständig bei einer Restauranteinladung darauf hinzuweisen, dass man doch gefälligst nicht hätte eingeladen werden sollen, wenn man nicht in das gewohnte Stammlokal ausgeführt wird. Abrunden täte hier noch ein sich kontinuierliches Auslassen über das Restaurant und die Vorwürfe gegenüber dem Gastgeber.

Nun mag sich der ein oder andere fragen, was dies alles mit Musik zu tun hat, aber eben solches musste ich erst kürzlich auf einer Hochzeit bei der wir als Band spielten in musikalischer Hinsicht erleben.

Das Brautpaar wünschte sich eine Hochzeitsband mit entsprechend rockiger Gangart. Aus einer früheren Hochzeit und eben aus dem musikalischem Grund heraus, wurden wir dem Brautpaar empfohlen. Dem Wunsch entsprachen wir gerne und so hatte das Brautpaar auch viel Spass an der Musik und beim Tanzen.

Das Problem bestand nun darin, dass einige Gäste genau die Wunschmusik des Brautpaares, nicht nur nicht wollten, sondern auch gar nicht gewillt waren es zu tolerieren. Sie beschwerten sich über die Art der Musik und verlangten andere Musik, ohne dabei die Wünsche des Brautpaares zu berücksichtigen oder gar zu Achten. Ja sie sagten sogar, man hätte sie bei solcher musikalischer Darbietung erst gar nicht zur Hochzeit einladen sollen.

Nun spielen wir ja nicht ständig, sondern nur in kleinen Sets, so dass jeder die Möglichkeit hat, die Musik höflich und kurzzeitig zu dulden oder zu ignorieren oder einfach mal für einen Moment frische Luft zu schnappen. Aber dies hätte ja Rücksicht ihrerseits gegenüber anderen und vor allem dem Brautpaar bedeutet und dies war offensichtlich nicht in ihrem Sinne. Sie gaben dem Brautpaar detaillierte Anweisungen, was die Band zu spielen hatte.

Frustriert und Enttäuscht, dass man ihnen nicht ihre Musik an ihrem Tag gönnte, kamen sie zu uns und baten uns sogenannte Stimmungsmusik zu spielen. Kein Thema, dass wir auch dieses Genre bedienen können und dem Wunsch des Brautpaares nachgingen. Wir fanden aber das Verhalten dieser Gäste als eine Unverschämtheit ohne gleichen. Derartig den Wunsch des Brautpaares nach eigener Musik vollkommen zu ignorieren und sich darüber hinwegzusetzen, ist schon ein dicker Hund.

Wie immer waren zwar die Nörgler dann besänftigt, aber selbstverständlich sind es eben diese sogenannten Gäste, die dann auch zur gewünschten Musik, den Arsch nicht hochbekommen. Da fragt man sich doch, wozu dann das Genörgel? Um den anderen den Spass am Tanzen zu vermiesen?

Ich habe ja schon viele Hochzeiten und auch zahlreiche Feiern als Gast erlebt. Auch bei unterschiedlichsten Nationalitäten mit unterschiedlichen Bräuchen und ich habe immer zur dargebotenen Musik tanzen und feiern können. Auch wenn die Musik mal nicht ganz mein Geschmack ist oder gar zu laut, benötige ich nicht den Ballermann Song und Alkohol um erst in Stimmung zu kommen und mit einer hübschen Frau zu tanzen. Zum Kare oder Foxtrott benötigt man einen x-beliebigen 4/4-Takt und den bietet nahezu jedes Leid. Und alleine kann man zu fast allem zappeln. Egal ob arabisch, russisch, spanisch oder deutsch, dass geht immer wenn man denn nur will. Die Stimmung zum Feiern ist eine Einstellung des Einzelnen und bedarf keiner bestimmten Musik und auch nicht Alkohol.

Bei der Hochzeit meiner Schwester zum Beispiel, legte sie es vereinzelten Gästen klar dar, dass dies ihre Hochzeit sei und sie keine Kritik an Musik oder dem Rauchverbot dulde. Wer damit nicht klar kommt und ihre Wünsche an ihrem Hochzeitstag nicht respektiert, der könne ihr auch gestohlen bleiben.

Ich verstehe nicht, was man für ein Mensch sein muss, wenn man am Hochzeitstag dem Brautpaar ihre Hochzeit vorschreiben tut. Gerade an einem solchen Tag, sollte man sich doch als Gast zu benehmen wissen und dem Brautpaar jeden Wunsch gönnen und respektieren.
Das eigene Ego raus hängen zu lassen und das Brautpaar als Dienstleister herum zu kommandieren, ist für mich einfach nur im höchstem Maße asozial!