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Die (weltoffene ?) documenta Stadt Kassel

Heute war ich am Friedrichsplatz in Kassel. Dies ist ein großer Platz vor dem Fridericianum und einem der Hauptgebäude der documenta in Kassel.

Nun ist der Friedrichsplatz auch per Straßenbahn zu erreichen, was auch dem einem oder anderen documenta-Besucher bekannt ist. Diese, nicht selten auch ausländische documenta-Besucher, warteten nun an der besagten Haltestellte Friedrichsplatz, auf ihre Bahn.

Zur gleichen Zeit, fand aber am etwas weiter gelegenem Königsplatz, die seit Jahren stattfindende Montagsdemo statt, wodurch die Straßenbahnen in der Innernstadt umgeleitet wurden.

Kassel hat für die Innenstadt ein erprobtes und hochaktuelles Informationssystem an den Bahnhaltestellen und so informierte in regelmäßigen Abständen eine Stimme über die Lautsprecher, dass aufgrund der Demonstration, die Straßenbahnen umgeleitet wurden.

Nur leider wurde diese Information ausschließlich in Deutsch ausgegeben, so dass sich die ausländischen documenta-Gäste, dort in steigender Zahl die Füße platt standen und vergebens auf ihre Bahn warteten.

Ich fand das schon ein bisschen peinlich für eine Stadt in der die wichtigste, weltweite Kunstausstellung der zeitgenössischen Kunst stattfindet.

Auf der anderen Seite, hatte es aber auch etwas von einer künstlerischen Aktionsinszenierung der multilingualen Art.

Manchmal erlebt man Kunst auch einfach nur dort, wo man genauer hinschaut 😉

documenta in Kassel und der beinahe Kollaps

Die letzten zwei Tage, vor der heutigen offiziellen documenta Eröffnung, war im kasseler Dienstleistungsgewerbe mal wieder die Hölle los. Alle fünf Jahre wird in Kassel die weltweit größte Ausstellung für Zeitgenössische Kunst eröffnet und so waren die letzten zwei Tage Presse, Künstler, Kritiker, Museumsleute usw. aus aller Welt, mit Rang und Namen in Kassel unterwegs.

Das bedeutet für eine eher provinzielle Stadt wie Kassel, dass in diesen zwei Tage so ziemlich alles, was im Sektor Dienstleistung zu tun hat, über die Grenzen ihrer Kapazitäten und Belastbarkeit hinaus gesprengt wurde und in die Knie ging. Hotels, Restaurants, Gaststätte, Transportwesen usw. hatten ihre Liebe Not, diesem enormen Ansturm in den zwei Tagen, stand zu halten.

Jetzt, wo der „normale“ Besucherstrom der documenta beginnt, wird es sicherlich etwas besser. Dafür verteilt er sich ja auch über ca. 3 1/3 Monate 100 Tage und ist nicht auf zwei Tage mit dem Who is Who der aktuellen Kunstszene vollgestopft. 🙂

documenta 12 in Kassel

Dieses Jahr ist es wieder so weit und die documenta, die weltweit bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst, öffnet in Kassel erneut ihre Pforten.

Und wie zu jeder documenta, streiten sich jetzt schon wieder einmal die Gemüter über das Design des Logos. Ich finde das Logo zur documenta 12 eigentlich sehr gelungen, denn es ist so schlicht und einfach, dass es fast schon wieder genial ist. Es besteht einfach nur aus, wie auf einem Bierdeckel, markiert Striche.

Wer noch etwas mehr Interesse zur documenta 12 hat, dem sei gesagt, dass die documenta 12 nicht nur eine eigene Homepage betreibt, sondern ganz und gar zeitgemäß, auch einen eigenen Blog, welches selbst auch ein eigenes Logo hat.